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Aus dem Leben des Freiherrn vom Stein

26.10.1757 - 26.9.1831

 

Karl Freiherr vom und zum Stein widmete sein eigenes Leben mit großer Energie dem modernen ständisch gegliederten Staat, dessen Bürger entscheidenden Anteil an der Regierung haben und deshalb in Krieg und Frieden zur Mitarbeit und Mitverantwortung bereit sind. Die Steinschen Reformen bedeuten für Preußen und auch für Gesamtdeutschland eine historische Wende. Sie haben die Gewalt des Absolutismus gebrochen, dem Handel durch Aufhebung der Binnenzölle neuen Auftrieb gegeben, die Bauern aus der Sklaverei der Erbuntertänigkeit befreit, dem Handwerk die Fesseln des Zunftwesens abgenommen, den Städten Selbstregierung gegeben, die Verwaltung modernisiert und durch die Schaffung von verantwortlichen Staatsministerien die politische Macht der Könige begrenzt. Letztes Ziel dieser gewaltigen Reformarbeit sollte die deutsche Einheit sein - ein Plan, für den Steins eigene Zeit nicht reif war. Stein stammte aus alter reichsfreiherrlicher Adelsfamilie, er studierte Jura, wurde Verwaltungsbeamter im preußischen Staatsdienst und stieg in zwanzigjähriger, erfolgreicher Tätigkeit zu den höchsten Ämtern auf.

1804 wurde er Minister und begann 1807 mit seinen großen Reformen. Von Napoleon geächtet, ging er nach Österreich, später nach Rußland und bewog den Zaren nach der Katastrophe des französischen Heeres im Winter 1812/13, isch am Befreiungskrieg gegen den Korsen zu beteiligen. Nach dem Wiener Kongress, an dem er kaum noch Anteil hatte - Metternich war inzwischen der "Staatsmann Europas" geworden - zog sich Stein auf seine Güter zurück. Das bedeutsame Werk dieser letzten Jahre war die Gründung der "Gesellschaft für Deutschlands ältere Geschichtskunde", die die umfassende Quellensammlung zur mittelalterlichen Reichsgeschichte, die "Monumenta Germaniae historica" herausgab.